Atmungsaktive Häuser: Die Energiekosten langfristig senken

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Aufgrund von stetig steigenden Heizkosten fragen sich viele Hauseigentümer, wie sich diese mithilfe einer guten Wärmedämmung reduzieren können. Eine Alternative zu der herkömmlichen Isolierung aus Wolle sind natürliche Baustoffe, durch die sich Kosten einsparen lassen und die Wände atmungsaktiv werden. Sehr großer Beliebtheit erfreuen sich insbesondere Holzplatten, die in die Wände eingelassen werden und sich positiv auf den Feuchtigkeitshaushalt der Räumlichkeiten auswirken.

 

Atmungsaktive Häuser: Mit einer ökologischen Dämmung Heizkosten senken

Atmungsaktive Häuser sind ausgezeichnet isoliert und geben zusätzlich deutlich weniger Wärme nach außen ab. Deshalb führt der Begriff Atmungsaktivität häufig zu Missverständnissen: Ein atmungsaktives Haus muss ebenso gelüftet werden, wie jedes andere Haus. Vielmehr geht es darum, dass die Feuchtigkeit im Inneren des Hauses besser ausgeglichen wird und dadurch ein angenehmeres Klima in den Räumen entsteht. Zugleich brauchen sich Besitzer keine Sorgen über möglicherweise gesundheitsschädliche Zusätze zu machen. Je nach Dämmungsart und Bauweise des Hauses kann rund die Hälfte der Heizkosten durch eine atmungsaktive und effektive Dämmung gespart werden. Eine Beispielrechnung: Bei einem rund 150qm großen Eigenheim, das mit einer Ölheizung betrieben wird und etwa 4.000 Liter pro Jahr verbraucht, liegt die mögliche Ersparnis bei circa 1.200 Euro im Jahr.

 

Natürliche Dämmstoffe für ein atmungsaktives Haus

Wer für die Wärmedämmung natürliche Baustoffe wie Hanf, Flachs, Kork, Holz oder Wolle benutzt, unternimmt außerdem präventiv etwas gegen Schimmel. Die sogenannte kapillaraktive Innendämmung erlaubt der Feuchtigkeit, nach außen zu diffundieren und sich nicht in der Wand festzusetzen. Dennoch kommen auf Hausbesitzer, die atmungsaktive Häuser bevorzugen, beim Bau oder der nachträglichen Dämmung höhere Kosten zu. Mittel- und langfristig lässt sich der Wärmehaushalt allerdings besser regulieren und die geringeren Heizkosten stellen einen bedeutenden Vorteil dar. Die Kosten für die Baumaßnahmen variieren dabei je nach Material, obwohl die natürlichen Baustoffe allein wegen des niedrigen Gesundheitsrisikos für viele eine ideale Lösung sind.

Durchschnittliche Kosten für eine natürliche Wärmedämmung:

–        Außenwände: ab 150 Euro pro Quadratmeter

–        Innenwände: ab 60 Euro pro Quadratmeter

–        Dach/Dachboden: ab 200 Euro pro Quadratmeter

–        Keller (Decke und Wände): ab 60 Euro pro Quadratmeter

–        Gesamtkosten für Außenwände und Räumlichkeiten: rund 38.000 Euro

 

3 Responses to Atmungsaktive Häuser: Die Energiekosten langfristig senken

  1. Raul says:

    Also richtig spannend wird es ja auf jeden Fall, wenn man einen Wärmetauscher nutzt. Man kann diesen parallel zu atmungsaktiven Wänden oder in einem sehr gut gedämmten Haus nutzen. Ist das Haus sehr gut gedämmt, kann der Wärmetauscher sehr effektiv arbeiten. Die Abwärme von Lampen und elektronischen Geräten kann dann zusammen mit der Körperwärme ausreichen um einen Raum warm zu halten. Ich kenne eine Familie, die zusätzlich noch eine Heizung hat, falls es mal sehr kalt ist. Ich würde jedem zu einem Wärmetauscher raten. Ich selber lebe leider (noch) in einer Wohnung und kann so etwas nicht selbst entscheiden.

  2. Felk says:

    Ich wurde einfach immer darauf achten, genügend zu lüften. Mindestens morgens und abends einmal lange stoßlüften. Wenn ich zu Hause bin lüfte ich eigentlich alle zwei Stunden mal.

  3. Fabian says:

    Alle reden immer von Energiekosten. Wir haben relativ atmungsaktive Wände, da Altbau. Unsere Energie beziehen wir zu fast 80% aus Solarkollektoren auf dem Dach.

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