Auswahl und Abfolge der Sanierungsschritte entscheidet über Rentabilität energetischer Sanierung

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Stein des Anstoßes bildete die Berichterstattung über die neue Prognos-Studie „Ermittlung der Wachstumswirkungen der KfW-Programme zum Energieeffizienten Bauen und Sanieren“, die im Auftrag der KfW erstellt wurde. Einige Medien interpretierten hieraus, dass sich energetische Sanierung nicht lohnen würden. In der Studie selbst lässt sich diese Aussage so jedoch nicht wiederfinden. Im Gegenteil. Wer genauer nachliest, dem wird bald offenbar, dass sich die Studie auf alle mit einer Sanierung einhergehenden Maßnahmen und dementsprechende Kosten bezieht. Da viele dieser Maßnahmen jedoch als notwendige Erhaltungsmaßnahmen angesehen werden müssen, können diese Kosten auch nicht den zu erwartenden Heizkostenersparnissen gegenüber gestellt werden. Für die Rentabilitätsbestimmung dürfen dementsprechend nur die eigentlichen Sanierungskosten angesetzt werden. Eine Aufstellung der möglichen Kosten für die energetische Sanierung finden Sie auf Daemen-und-sanieren.de.

 

Komplettsanierungen bieten Kostensicherheit
Trotzdem lässt sich im Umkehrschluss nicht daraus ableiten, dass alle energetischen Sanierungsmaßnahmen immer zwingend wirtschaftlich sind. Grundsätzlich kommt es hierbei auf die fachmännische Planung und Ausführung an. Dazu sollte man sich im Vorfeld von einem Energieberater beraten lassen – umfassende Informationen zur energetischen Sanierung bietet beispielsweise das Portal Energie-sparhaus.de. Der Energieberater deckt die wichtigsten Einsparoptionen an der Gebäudehülle und der Heizungstechnik auf. Darauffolgend kann die Sanierung dann in einem Schritt im Zuge einer Komplettsanierung oder schrittweise erfolgen. Eine Komplettsanierung hat dabei den großen Vorteil, die Sanierungsmaßnahme in einer überschaubaren Zeitspanne abwickeln zu können. Der Fertigstellungtermin lässt sich dabei unter Umständen sogar vertraglich fixieren. Dies bietet sich z. B. dann an, wenn man ein altes Haus kauft und vor dem Einzug sanieren möchte oder ein Mehrfamilienhaus saniert, und mit den Mietern vorab eine begrenzte Sanierungsphase vereinbaren will.

Schrittweises Sanieren bieten Finanzierungsvorteile
Demgegenüber bietet sich eine schrittweise Sanierung an, um zuerst die Maßnahmen umzusetzen, die das höchste Einsparpotenzial bieten. Dies bietet insbesondere Vorteile bei der Finanzierung, da aus den Ersparnissen der einen Maßnahme bereits die nächste Maßnahme wiederum bezahlt werden kann. Ansatzpunkt ist häufig die Heizung als einer der größten Energiefresser im Haushalt. Ersetzt man eine alte Öl-Heizung zum Beispiel durch eine moderne Wärmepumpe, so können durchaus rund 50 Prozent der Heizkosten eingespart werden. Zieht man nun die eigentliche Ersatzinvestition der Öl-Heizung ab, so müssen zur Finanzierung der Mehrkosten der neuen Wärmepumpe nur teilweise die eingesparten Heizkosten herangezogen werden, sodass Geld übrig bleibt, um z. B. eine Dach- oder Zwischendeckendämmung zu finanzieren. Dieses schrittweise Vorgehen ist insbesondere für Sanierer mit einem begrenzten Budget und einem längerfristigen Umsetzungswillen interessant.

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