Courtage – Was gibt es zu beachten?

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Die Courtage ist eine Vermittlungsgebühr, die bei der Vermittlung einer Wohnung durch einen Makler zustande kommt. Hierbei reicht es wenn der Makler dem Mietinteressent eine Wohnungsbesichtigung ermöglicht oder einen Kontakt zwischen Mietinteressent und Vermieter herstellt. Die Courtage darf laut § 3 Abs. 2 des Wohnungsvermittlungsgesetzes  höchsten zwei Netto-Monatsmieten plus Mehrwertsteuer betragen und nur verlangt werden wenn der Vermittler nicht gleichzeitig auch der Vermieter ist.

Bei einem Immobilienkauf gilt folgende Regel: Die Courtagehöhe beträgt in der Regel zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises. Wenn sich Verkäufer und Käufer die Courtage teilen, übersteigt die Courtage nur in den seltensten Fällen 3 Prozent des Kaufpreises.

Ist eine Courtage immer zu zahlen?

Die Courtage ist nur an den Makler zu zahlen, wenn auch tatsächlich durch seine Vermittlung ein Mietvertrag zustande gekommen ist. Es fällt keine Courtage an, wenn der Makler mit dem Vermieter wirtschaftliche Verflechtungen hat sowie wenn er selbst der Verwalter, Mieter oder Eigentümer der Wohnung ist. Außerdem muss die Courtage sichtbar im Mietvertrag stehen. Steht diese unter „sonstige Vereinbarungen“ kann diese Klausel unwirksam sein, da die Courtage überraschend sein kann. In einem solchen Fall entfällt die Courtage.

Allgemein lässt sich sagen, dass diese Gebühr zu zahlen ist sobald der Mietvertrag unterschrieben ist, aber auch nur wenn dieses im Mietvertrag vermerkt ist.

Wer hat die Courtage zu zahlen?

Diese Frage ist gesetzlich nicht festgelegt. Entweder zahlt der Vermieter oder der Mieter die Courtage an den Makler. In den häufigsten Fällen zahlen jedoch die Mieter diese.

Lässt sich die Höhe verhandeln?

Die Courtagehöhe zu verhandeln, kann versucht werden. Jedoch nur in Einzelfällen weicht der Makler von der Courtagehöhe ab. Besonders wenn es viele Mietinteressenten gibt, ist eine Verhandlung meist zwecklos.

Sobald Sie jedoch selbst, als Mietinteressent, einen Makler beauftragen lässt sich die Höhe der Courtage leichter variieren. Bei Kaufimmobilien ist es einfacher die Courtagehöhe zu verhandeln, als bei Mietimmobilien.

 

Allgemeine Tipps

  • Als Mieter sollten Sie auf jeden Fall die Höhe der Courtage prüfen. Ist die Courtage höher als erlaubt, muss diese nicht gezahlt werden. In einem solchen Fall sollte als erstes versucht werden mit dem Makler eine Einigung zu erzielen. Gelingt dieses nicht, dann empfiehlt es sich den Maklerverband einzuschalten.
  • Um eine Courtage zu umgehen, sollten Sie immer versuchen direkt mit dem Vermieter Kontakt aufzunehmen, ohne den Umweg über den Makler zu gehen. Gelingt Ihnen dieses entfällt die Courtagezahlung.
  • Die Courtage kann auch umgangen werden, wenn sich gleich nach Mietobjekten umgeschaut wird die Courtagefrei sind. Dabei ist jedoch der Nachteil, dass es nur wenige Immobilien zur Auswahl gibt.
  • Bei einem Immobilienkauf beträgt die Courtage in der Regel zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises. Wenn sich Verkäufer und Käufer die Courtage teilen, übersteigt die Courtage nur in den seltensten Fällen die 3 Prozent des Kaufpreises.

 

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