Das friedliche Miteinander ohne Nachbarschaftsstreit

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Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem lieben Nachbarn nicht gefällt. Dieser Satz enthält eine bittere Wahrheit, denn immer häufiger endet ein Nachbarschaftsstreit vor Gericht. Die Tendenz ist steigend. Fachleute glauben, dass sich ein Nachbarschaftsstreit verhindern ließe, wenn die Nachbarn mehr Rücksicht aufeinander nähmen. Ein soziales und friedliches Miteinander sollte eine Grundvoraussetzung für eine gute Nachbarschaft sein. Selbst wenn Konflikte entstehen, müssen diese nicht automatisch in einen Nachbarschaftsstreit enden. Hier könnten oft schon ein Gespräch und mehr Verständnis für den Anderen zur Lösung des Problems beitragen. Spitzt sich ein Nachbarschaftsstreit zu, kann alternativ eine Schiedsstelle herangezogen werden. Die Konfliktlösungen zur Verhinderung eines Nachbarschaftsstreits sind vielfältig. Ein Nachbarschaftsstreit sollte nur in aussichtlosen Fällen vor Gericht enden.

Ein Nachbarschaftsstreit kann verschiedene Ursachen haben. Die Gründe für einen Nachbarschaftsstreit sind mitunter ganz schön kurios und haben schon so manchen Richter zum Schmunzeln gebracht. Ein Gartenzwerg ohne Hose oder zum Trocknen aufgehängte Reizwäsche haben genauso einen Nachbarschaftsstreit hervorgerufen wie ein quakender Frosch oder ein krähender Hahn. Generell nehmen Tiere bei einem Nachbarschaftsstreit eine sehr hohe Rangordnung ein. Es gibt tatsächliche richterliche Urteile darüber, ab wann ein Hahn morgens krähen darf. Ein anderer Richter schrieb einem Hund Bellzeiten vor, und ein Papagei durfte nur zu bestimmten Tageszeiten mit Käfig in den Garten gestellt werden. Auch Kinder sind ein häufiger Streitauslöser. Bei ihnen steht meist der Lärm im Vordergrund. Die Urteile sind hier ganz individuell. Während einige Richter Kindern Spielzeitverbote auferlegten, sahen andere in spielenden Kindern keinen Beeinträchtigungsgrund.

Grundsätzlich sollte ein Nachbarschaftsstreit immer verhindert werden. Andauernde Streitigkeiten können die Wohn- und Lebensqualität erheblich einschränken. Das ist besonders ärgerlich, wenn es sich um ein Eigenheim handelt. Viele Immobilien werden über Kredite finanziert und können daher nicht einfach so wieder verkauft werden. Das gilt erst Recht, wenn für die Finanzierung öffentliche Gelder zur Verfügung gestellt wurden. Da ist es in jedem Falle besser, den Nachbarschaftsstreit aus dem Weg zu räumen und sich mit dem Nachbarn zu arrangieren. Im Zweifelsfall können auch neutrale Nachbarn zur Schlichtung beitragen. Sachlich geführte Gespräche sind eine ausgezeichnete Grundlage.

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