Das KfW 40 ist heute ein KfW-Effizienzhaus 55

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KfW 40 bezeichnet ein Gebäude, welches einen Wert von 40 kWh pro Quadratmeter pro Jahr an Energieverbrauch nicht überschreitet. Damit zählt dieses Haus durch seine Bauweise und seine Dämmung zu den Energiesparhäusern. Der gesetzliche Standard für einen Neubau liegt heute bei 70 kWh, das heißt sieben Liter pro Quadratmeter Fläche pro Jahr.

Der Name des KfW 40- und des KfW 60-Hauses leiten sich nicht aus einer Norm oder einem Gesetz ab, sondern beide sind nach dem Förderprogramm der KfW-Bank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, benannt. Dieses vor einigen Jahren eingeführte Förderprogramm für Neubauten im Bereich des ökologischen Bauens ermöglicht zinsgünstige Kredite bei Einhaltung der vorgeschriebenen Standards. Der Unterschied zwischen beiden Haustypen ist die Förderhöchstsumme und die gesetzten Grenzwerte der Standards. Für ein KfW 60- Haus ist die Fördersumme niedriger, dafür sind die gesetzten Grenzen nicht ganz so hoch.

Ein KfW 40-Haus dagegen bietet die Möglichkeit einer vergleichsweise hohen Fördersumme. Die Grenzwerte sind dementsprechend auch hoch gesetzt. Der genaue Vergleich in Zahlen sieht folgendermaßen aus: ein Niedrigenergiesparhaus darf bis zu 70 kWh beziehungsweise sieben Liter Heizöl pro Quadratmeter pro Jahr verbrauchen. Ein KfW 60 Haus muss mit sechs Litern beziehungsweise 60 kWh auskommen. Ein KfW 40-Haus dagegen darf nur vier Liter Heizöl beziehungsweise 40 kWh verbrauchen. Das sind 50 Prozent weniger als bei einem Niedrigenergiesparhaus.

Das KfW 40-Haus erzielt seine sehr guten Verbrauchswerte durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Anders ist dieser niedrige Verbrauch nicht zu erzielen. Eine Wärmepumpe wird bei diesen Häusern oft empfohlen, ist aber nicht zwingend notwendig. Seit 2009 gibt es die Bezeichnung KfW 40 allerdings nicht mehr. Die Förderbank hat das Spektrum ihrer Programme stark erweitert und verändert, besonders in den Bereichen Bauen, Wohnen und Energiesparen. Gefördert werden weiterhin die Gebäudesanierung und die Errichtung von energiesparenden Neubauten, allerdings nicht mehr unter dem Namen KfW 40, sondern aktuell unter dem Namen KfW-Effizienzhaus 55.

Das KfW-Effizienzhaus 55 darf nur 55 Prozent der nach der Norm EnEV 2007 zulässigen Werte erreichen. Der Energieverbrauch pro Jahr und Quadratmeter darf den Wert von 40 kWh ebenfalls nicht überschreiten. Gedämmte Wände, Dächer, Kellerdecken, Wärmeschutzverglasung, wärmedämmende Fenster, Lüftungsanlagen, Solaranlagen mit Solarspeicher, elektrische Antriebe der Haustechnik und Wärmepumpen sind Mittel, die helfen, ein KfW 40-Haus beziehungsweise ein KfW-Effizienzhaus 55 umzusetzen.

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