Das KfW 60 – heute: Das KfW-Effizienzhaus 70

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Seit dem Jahr 2002 gibt es für den Energieverbrauch von Gebäuden die Norm EnEV, die einen Energieverbrauchsstandard festlegt, der mit 70 kWh beziehungsweise sieben Liter pro Quadratmeter und Jahr nicht überschritten werden darf.

Um Energie zu sparen, lohnt sich ein effektiver Wärmeschutz, der diesen Mindeststandard noch unterschreitet. Wer im Bereich des Standards bleibt, hat zwar bereits ein gut gedämmtes Haus, welches im Sommer kühl und im Winter angenehm warm bleibt, aber, wer zusätzlich etwas für die Umwelt tun möchte, kann mit einer staatlichen Förderung der KfW-Bank wirtschaftlich ein KfW 60-Energiesparhaus realisieren und somit Zinsen und Energie sparen. Dieses verlockende Angebot und die zusätzliche Einsparung von Energie mit KfW 60 kommen in jedem Fall dem eigenen Geldbeutel zugute.


Wer also die Obergrenze von 60 kWh pro Quadratmeter und Jahr für Energiebedarf inklusive Warmwasser einhält, bekommt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau/KfW einen zinsgünstigen Kredit. Das Baukonzept KfW 60 hat daher auch seinen Namen. Seit 2009 gibt es die Bezeichnung KfW 60 allerdings nicht mehr.

Seit diesem Jahr hat die KfW-Förderbank ihre Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren (Mehr zu Sanierung bei Schimmelpilz) deutlich ausgeweitet. In den Bereichen Bauen, Wohnen und Energie sparen gibt es ein noch breiteres Spektrum an Programmen, die zur Finanzierung von Investitionen in Wohnimmobilien dienen. Gefördert werden dabei unter anderem die energetische Gebäudesanierung und die Errichtung von sparsamen Neubauten. Das KfW60-Haus hat in diesem Rahmen den Namen KfW- Effizienzhaus 70 erhalten. Aber auch das KfW-Effizienzhaus 70 darf maximal 70 Prozent der nach EnEV2007 zulässigen Werte erreichen. Hier dürfen wie beim KfW 60 nicht mehr als 60 kWh pro Quadratmeter und Jahr verbraucht werden. Die Einhaltung dieser Obergrenze ist auch die Bedingung für die Vergabe des zinsverbilligten Darlehens der KfW-Förderbank.

Bei einem solchen Energiesparhaus wird besonderes Augenmerk auf die Wärmedämmung der Außenhülle des Hauses gelegt; zum Beispiel Porenbeton ist dafür ein sehr guter Baustoff. KfW 60-Häuser können mit herkömmlichen Heizungsanlagen ausgestattet werden und erfordern keine zusätzlichen Lüftungsanlagen. Durch die Kombination von gedämmtem Dach, hochgedämmten Außenwänden, gedämmte Kellerdecke, wärmegedämmte Fensterrahmen mit Wärmeschutzverglasung, Minimierung von Wärmebrücken, hermische Solaranlagen und  Wärmepumpen kann ein KfW 60-Haus umgesetzt werden. Noch energiesparender ist das KfW 40-Konzept, bei dem maximal 40 kWh Verbrauch erlaubt sind, dafür ist hier die Fördersumme höher.

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