Das Musterhaus – die Alternative zum Neubau

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Ein lang anhaltendes Zinstief verstärkt bei vielen Mietern den Wunsch, künftig in einer eigenen Immobilie zu wohnen. Der Traum von den eigenen vier Wänden geht häufig mit dem Traum vom Einfamilienhaus einher. Unstrittig ist jedoch, dass ein Einfamilienhaus in Bezug auf den Kauf- oder Herstellungspreis deutlich über den Kosten einer Eigentumswohnung liegt. Günstiger als Massivhäuser sind bekanntermaßen Fertighäuser. Aber sowohl bei Fertighäusern als auch bei Massivhäusern lassen sich noch einmal echte Schnäppchen realisieren.

Musterhäuser – Neuwert zum Gebrauchtpreis

Sowohl Bauträger für Massivbauhäuser als auch für Fertighäuser nutzen Musterhäuser, um potenziellen Käufern ein Bild des zukünftigen Zuhauses zu vermitteln. Diese Methode ist deutlich erfolgsversprechender als der Verkauf aus dem Prospekt. Ist das Bauareal erschlossen, besteht für den Initiator kein Bedarf mehr an dem Musterhaus – es wird ebenfalls zum Kauf angeboten. Für künftige Eigentümer besteht bei diesen Häusern die Chance, sie zu einem günstigen Preis zu erwerben. Eine der großen Musterhausausstellungen für Fertighäuser befindet sich in Bad Vilbel bei Frankfurt am Main. Seit 30 Jahren beraten die führenden Hersteller wie Bien-Zenker oder Kampa auf Deutschlands größtem Ausstellungsgelände potenzielle Käufer. In München und Stuttgart gibt es weitere Ausstellungsgelände.

 

Vorteile der Musterhäuser

Der offensichtliche Vorteil eines Musterhauses ist sein Preis. Dieser liegt, je nach dem wie alt das Objekt ist, deutlich unter den Gestehungskosten für einen Neubau. Fertighäuser bieten noch einen anderen Mehrwert: Ein Musterhaus kann relativ einfach auf ein anderes Grundstück umziehen. Muster-Fertighäuser sind schnell abgebaut und als Baukastensystem an anderer Stelle wieder aufgebaut. Wichtig dabei: Die Gemeinde, in der das Objekt wieder aufgebaut wird, wertet das Haus als Neubau. Analog zu einem echten Neubau sind daher alle für die Errichtung notwendigen Genehmigungen erforderlich. Je nach Größe des Fertighauses ist der Aufbau in ein bis zwei Tagen durchgeführt. Der Einzugstermin ist vom Umfang der weiteren Arbeiten, etwa im Sanitär- und Elektrobereich, abhängig.

 

Das gilt es zu beachten

Die Energievorschriften für Wohnraum ändern sich kontinuierlich. Daher ist beim Erwerb eines Musterhauses darauf zu achten, dass das Objekt die jeweiligen Vorgaben erfüllt. Musterhäuser verfügen nur über eine rudimentäre Ausstattung. Der Preis hängt unter anderem davon ab, wie viel Eigenleistung die Käufer nach der erneuten Errichtung in die Ausgestaltung stecken möchten. Mögliche Abstriche müssen die künftigen Eigentümer bei der Raumaufteilung machen. Hier besteht, wie bei einer Bestandsimmobilie, keine große Möglichkeit, das Innere noch zu individualisieren.

Die Bandbreite der Gebäude reicht von Ausbauhäusern, die auch als solche in der Ausstellung zu sehen sind, bis hin zu komplett bezugsfertigen Objekten. Der Preisnachlass bei einem Musterhaus variiert je nach Gebrauchsspuren, die Untergrenze beträgt der Erfahrung nach zehn Prozent.

 

4 Responses to Das Musterhaus – die Alternative zum Neubau

  1. Ralf says:

    Generell habe ich nichts gegen Fertighäuser. Habe letztens eine Doku gesehen, wo eine Familie mit einem halb fertigen Fertighaus sitzen gelassen wurde, weil die Baufirma insolvent war. Aus dem Katalog klingen diese Angebote immer verlockend, aber ich denke man sollte lieber eine große Firma mit langjähriger Erfahrung setzen.

  2. Till says:

    Steht bei euch nicht auch individuelles Wohnen auf der Wunschliste? Ich will doch nicht das tausenste Haus mit dem Namen “Res Water Namibia” in der Straße haben! Ich persönlich stehe total auf stilvollen Altbau.

  3. Julian S. says:

    Ich finde die Fertigbauweise von Häusern auch irgendwie gewöhnungsbedürftig, aber eben auch praktisch. Ich kann mich richtig aufregen, wenn ich mitbekomme das an der Qualität gespart wird und das Fertighaus dann nichts taugt. Weil noch mehr Müll brauchen wir nun wirklich nicht. Aber ansonsten spricht nichts dagegen. @Neoquent es gibt durchaus schöne Musterhäuser, die sich dann ja auch immer noch anpassen lassen.

  4. Neoquent says:

    Musterhausparks können aber auch sehr hässlich sein. Bei mir um die Ecke ist einer der irgendwie nur scheußliche Wohneinheiten präsentiert.

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