Das typische Schwedenhaus

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Schweden kennen die meisten Menschen aus den Kinderbüchern „Pippi Langstrumpf“ oder „Bullerbü“ von Astrid Lindgren. In diesen Büchern wird die schöne Natur Schwedens beschrieben und auch das Schwedenhaus bleibt nicht unerwähnt. Schwedenhäuser werden aus Holz gebaut und wirken daher sehr natürlich. Durch die Natürlichkeit passen sie sich der Umgebung optimal an.  

Merkmale des Schwedenhauses

  • Ein Schwedenhaus ist ein Holzhaus mit Satteldach.
  • Die Holzfassade ist meist in Faluröd (rot) gestrichen, jedoch kommt auch vermehrt die Farbe hellgelb vor.
  • Die Sprossenfenster und –türen sowie die Eckpfeiler der Häuser erstrahlen in der Farbe Weiß.
  • Exzellente Qualität der Materialen ist besonders wichtig, denn ansonsten könnte das Haus schnell anfangen zu schimmeln.
  • Am häufigsten werden Fichten und Kiefern für den Hausbau verwendet. Da Fichten zum Beispiel wenige Astlöcher besitzen und das Holz sich von selbst verschließt, sobald es trocknet. Zudem sind Fichten und Kiefern sehr strapazierfähig und wachsen besonders gerade.
  • Holz kann Wärme gut speichern und ist daher sehr Energieeffizient.

 

Geschichte des Schwedenhauses

Schon in der Steinzeit wurden die ersten Holzhäuser in Schweden errichtet. Damals mussten die Skandinavier auf die Rohstoffe des eigenen Landes zurückgreifen, wenn sie Häuser bauen wollten und so kam es das Holzhäuser entstanden. Die ersten Holzhäuser wurden auf Holzpfählen errichtet, um das Haus gegen die Bodenfeuchtigkeit zu schützen. Aus diesen wurden dann über Jahre hinweg zunächst Blockhäuser, dann bäuerliche Herrenhäuser und anschließend das heutige Schwedenhaus.

  • Blockhäuser sind Hütten die mit geschälten Baumstämmen errichtet wurden. Hierfür wurden keine Nägel oder Schrauben verwendet, sondern die Stämme wurden aufeinandergeschichtet. Anschließend wurden die Zwischenräume mit Schlamm oder Moos gefüllt. Das Dach bestand aus Birkenrinde. Solch eine Hütte hatte nur einen Wohnraum, wo sich das komplette Leben der Familie abgespielt hat.
  • Das bäuerliche Herrenhaus ist ein großes Holzhaus, welches aus zwei Etagen besteht und meistens zwei Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss hat. Früher war es üblich das nicht nur die Familie in dem Haus wohnte, sondern auch die Dienstboten.

In Schweden wird Hausbau als Holzbau bezeichnet, da die meisten Häuser, besonders die Häuser auf dem Land, aus Holz gebaut werden. Es gibt aber auch Steinhäuser, diese befinden sich zum größten Teil in großen Städten.

Das Schwedenhaus steht für besonders lange Haltbarkeit, denn viele Holzhäuser halten bereits mehrere hundert Jahre!

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