Die richtige Finanzierung fürs Haus kalkulieren

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Damit beim Hausbau keine unliebsamen Überraschungen die Freude auf den Einzug trüben, sollte im Vorfeld mit viel Sorgfalt und Umsicht die Finanzierung fürs Haus geplant werden.

Zu den ersten Schritten sollte die Erstellung eines Finanzierungsplans gehören. Bei der Aufstellung des Finanzierungsplans ist es sehr wichtig, alle anfallenden Kosten und deren Höhe zu ermitteln, die beim Bau oder Erwerb des Hauses anfallen. Zuerst werden die Herstellungskosten und Erwerbskosten berechnet, um die Summe der anfallenden Gesamtkosten zu ermitteln. Diese sind zum Beispiel der Kaufpreis des Grundstücks, die Grunderwerbsteuer, Bau- und Baunebenkosten, Grundbuchgebühren, der Architekt, Notarkosten und gegebenenfalls die Maklerprovision. Diese Gesamtkosten heißt es nun zu decken, das bedeutet, die Eigenmittel und Fremdmittel müssen zusammen die Gesamtkosten ergeben.

Unter Eigenmittel beziehungsweise Eigenkapital versteht man Vermögenswerte, die zur Finanzierung des Hauses eingesetzt werden. Beispiele für Eigenkapital sind Bargeld, das Grundstück, falls sich dies bereits im Eigentum befindet, Eigenleistungen, Bausparguthaben und öffentliche Zuschüsse. Der Fehlbetrag zwischen Gesamtkosten und Eigenkapital muss demnach durch Fremdmittel gedeckt werden. Fremdmittel sind beispielsweise Darlehen von Banken, Versicherungen oder Darlehen von öffentlichen Stellen.


Wurde nun mittels Finanzierungsplan die benötigte Finanzierung fürs Haus ermittelt, kann mit Hilfe von Finanzierungsrechnern, die häufig im Internet angeboten werden, die ungefähre monatliche Belastung für das Vorhaben berechnet werden. Damit lässt sich vorab gut einschätzen ob die Finanzierung fürs Haus nachhaltig tragbar ist. Im nächsten Schritt sollte überprüft werden inwieweit man in den Genuss von Förderdarlehen kommt, da diese im Durchschnitt wesentlich günstiger sind als zum Beispiel ein Bankdarlehen. Hier kommen Programme der KfW Bank in Frage, genau wie Fördermittel der Bundesländer für weniger einkommensstarke Personenkreise beziehungsweise Familien mit Kindern. Zuschüsse zur Finanzierung des Hauses gibt es auch für den Einsatz erneuerbarer Energien. Für den verbleibenden Finanzierungsbetrag heißt es, die Konditionen der Banken genau zu vergleichen. Hier sollte nicht das erstbeste Angebot der Hausbank angenommen werden, denn bei der Finanzierung eines Hauses kann ein viertel Prozent schon richtig Geld sein.

Zinsen vergleichen

Verglichen werden muss beim Darlehen immer der effektive Jahreszins, denn ein eventuelles Disagio oder Agio beziehungsweise die bankinternen Berechnungsmodalitäten können den nominalen Zins immer nach oben oder unten verschieben. Der effektive Zinssatz muss von jeder Bank auf dieselbe Weise berechnet werden, dies schreibt die Preisangabenverordnung vor. Genau überlegt will auch die Wahl der Zinsbindung sein. Während dem Zinsbindungszeitraum genießt man die Sicherheit einer gleichbleibenden Ratenhöhe. Zum Zeitpunkt des Ablaufs der Zinsbindung besteht das Risiko einer Hochzinsphase, die die monatliche Belastung erheblich nach oben verändern kann. Dies kann gegebenenfalls ein Risiko für die Tragbarkeit der Finanzierung des Hauses darstellen.

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