Die Tricks der Makler

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Makler genießen nicht den besten Ruf. Sie bekommen viel Geld für wenig Aufwand wird gesagt und ihre Mittel und Wege zum Abschluss eines Vertrages sind auch nicht immer seriös. Jedoch handelt es sich hierbei nicht um die Masse der Makler. Worauf man aber bei der Wohnungssuche achten sollte, dass man nicht über unseriöse Angebote stolpert, werden wir im Folgenden erörtern.

Provision

Schaltet man einen Makler ein, bekommt dieser eine Provision, sobald der Vertrag unterschrieben ist. Als Makler einer Immobilie gilt man dann, wenn es nicht die eigene Immobilie ist, man nicht Verwalter bzw. Hausmeister der Immobilie ist oder man keine familiäre Verpflichtung durch das Verkaufen der Immobilie eingeht. Die Provision bei der Vermietung einer Immobilie darf gesetzlich höchstens zwei Nettokaltmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer betragen. Bei dem Verkauf einer Immobilie gibt es keine Höchstgrenze, jedoch wird die Provision hier ca. bei 6% des Kaufpreises angesetzt. Aufpassen sollte man, wenn 2 Makler die gleiche Immobilie vertreiben und man mit beiden Kontakt hat, dann kann es durchaus sein, dass beide Makler die Hand aufhalten und Geld haben wollen.

Makler-Deutsch – Was eigentlich mit den Umschreibungen gemeint ist

Wenn man die Exposés liest, denkt man „Wow, das ist meine Traumwohnung“, schaut man sich die Wohnung jedoch genauer an, entpuppt sich die Traumwohnung schnell als nicht so erstrebenswert. Penthouse-Flair bedeutet eigentlich, dass die Wohnung unvorteilhaft geschnitten ist. Die Verkehrsgünstige Lage ist häufig das Vorhandensein einer großen Straße mit mehreren Spuren direkt vor der Haustür. Was einem viele schlaflose Nächte bereiten kann. Die Umschreibung einer Wohnung mit einer großen Diele heißt übersetzt, dass die Diele den Großteil der Gesamtwohnfläche ausmacht. Wird eine Wohnung mit den Worten für Handwerker beworben, sollte man die Finger davon lassen, da die Sanierung lange andauern und sehr teuer sein wird. Man sollte bei vielen Maklerbeschreibungen genauer hinschauen.

Tricks

Bei den Preis- und Quadratmeterangaben wird gerne getrickst. Da werden aus 30qm gerne mal 40qm gemacht. Letztendlich ist das was im Mietvertrag steht verbindlich und diesen sollte man sich vorher genauestens durchlesen. Die im Mietvertrag angegebene Quadratmeterzahl darf nicht mehr als 10% von der tatsächlichen Wohnfläche abweichen. Sollte dies der Fall sein, muss man sich umgehend mit dem Vermieter in Verbindung setzen, um die Miete herunterstufen zu lassen. Da auch bei der Nebenkostenabrechnung die Wohnfläche als Grundlage genutzt wird, werden sich auch dort die Kosten minimieren. Oftmals stellen die Makler ihre Objekte zu einem normal kalkulierten Preis ein, sobald sich jedoch sehr viele Interessenten melden, nimmt er dieses wieder raus und stellt es einige Tage später zu einem höheren Preis wieder ein. Das wird so lange wiederholt, bis sich die Auswahl verringert hat und der Preis für den Makler sehr attraktiv ist. Wobei es aber gesetzlich festgelegt ist, dass die Preise den örtlichen Mietspiegel nicht um mehr als 20% übersteigen. Aber klar ist, dass auch in der Immobilienbranche Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Außerdem agieren einige Makler sogar ohne Auftrag. Sie suchen sich private Vermieter im Internet, melden sich dort als Interessent um alle Daten abzugreifen. Anschließend erstellen sie ein Inserat. Sollten dadurch mögliche Interessenten generiert werden, wird bei einem Vertragsabschluss eine Provision fällig. Wehren kann man sich dagegen als Vermieter, indem man den Makler darauf hinweist, dass er das Inserat entfernen soll oder man leitet gerichtliche Schritte, wie eine Unterlassungsklage, ein.

Ein Kommentar zu Die Tricks der Makler

  1. Karsten Aßmann-Funk says:

    Vielleicht zwei Hinweise: wer wirklich die Wohnfläche mal eben dreist nach oben ändert, der gehört schon fast geschlagen, denn zu dem Thema gibt es ja (wie erwähnt) reichlich rechtliche Möglichkeiten für den Mieter.

    Was die Mieten angeht: nicht für alle Orte gibt es auch Mietspiegel und manchmal regelt eben auch einfach die Nachfrage den Preis, auch wenn es hässlich sein kann.

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