Hotelimmobilien als Kapitalanlage

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Immobilien sind seit jäh her eine beliebte Art der Kapitalanlage. Immobilien versprechen dabei nicht nur eine besondere Sicherheit, sondern meist auch eine hohe Rendite. In der Immobilienökonomie wird die Immobilie im Allgemeinen als Wirtschaftsgut angesehen. Gehören die Immobilien dabei zum Betriebsvermögen, wird zwischen eigengenutzten und vermieteten Immobilien differenziert, da diese einen wesentlichen Unterschied aufweisen. Die eigen genutzten Immobilien sind, solange der Betriebszweck der Unternehmung verfolgt wird, unentbehrlich und somit unverkäuflich. Anlageimmobilien hingegen erwirtschaften einen eigenen Cash Flow und können jederzeit veräußert werden. Zusätzlich besitzen Immobilien gegenüber anderen Wirtschaftsgütern ganz besondere charakteristische Merkmale.

 

Immobilität und Heterogenität einer Immobilie

Diese Merkmale sind Immobilität, Heterogenität, eine hohe Dauer des Entwicklungsprozesses  sowie hohe Transaktions- und Investitionskosten. Weiterhin kommen ein unverhältnismäßig langer Lebenszyklus und eine begrenzte Substituierbarkeit hinzu. Die Immobilität der Immobilie beeinflusst dabei maßgeblich deren ökonomischen Wert. Ein schlecht gewählter Standort ist nicht nur ausschlaggebend für die Nutzungsmöglichkeiten, sondern gerade für den Wert eines Objektes. Die Heterogenität der Immobilie bedingt die Einzigartigkeit jedes Objektes. Da eine Immobilie aufgrund der Immobilität immer an einen Standort gebunden ist, kann es grundsätzlich nicht zwei vollkommen gleiche Immobilien geben. Durch eine unterschiedliche Nutzung und/oder Architektur unterscheidet sich jedes Gebäude von jedem anderen und ist somit ein einzigartiges, individuelles und autonomes Wirtschaftsgut. Die Dauer des Entwicklungsprozesses einer Immobilie hat nicht nur, wie in dem Abschnitt „Immobilienmarkt Deutschland“ beschrieben, einen hohen Einfluss auf den Markt, sondern unterscheidet die Immobilie somit auch von den meisten anderen Wirtschaftsgütern. Durch die Größe, Komplexität sowie planungs- und baurechtliche Situation der Bauvorhaben ist eine relativ lange Vorlaufzeit vonnöten, die durchaus einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren bis zur Fertigstellung in Anspruch nehmen kann.

 

Die hohen Investitionskosten bei Immobilien lassen Zugangsbarrieren entstehen, die den Markteintritt für Investoren erschweren. Durch eine geringe Transparenz des Marktes fallen neben dem Kaufpreis einer Immobilie und neben hohen Aufwendungen für Such- und Informationsleistungen auch Gebühren für notarielle Leistungen und Grundbucheinträge an, die dann zu hohen Gesamtkosten führen können. Der lange Lebenszyklus einer Immobilie macht diese zu einem der langlebigsten Wirtschaftsgüter. Durch einen oftmaligen Kauf und Verkauf von Immobilien während ihrer Lebensdauer konkurrieren alte Immobilienbestände oftmals mit Neubauten.

 

Wert von Hotelimmobilien richtig einschätzen

Immobilien lassen sich in vier Immobilienarten einteilen. Hierzu zählen Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilien, Industrieimmobilien und Sonderimmobilien.  Bei einer Hotelimmobilie handelt es sich um eine sogenannte Sonderimmobilie. Der Grund dafür ist, dass Hotelimmobilien eine besondere Nutzungsanforderung aufweisen dabei aber nicht industriell genutzt werden. Diese besonderen Nutzungsanforderungen müssen bereits in der Konzeption und der Planung des Objektes berücksichtigt werden und schließen eine spätere Drittverwendung in aller Regel aus. Meist sind diese Besonderheiten architektonischer oder technischer Natur. So benötigt ein Hotel mit 200 Zimmern zum Beispiel in aller Regel auch 200 Bäder. Solche besonderen Immobilien, die auf einen bestimmten Nutzen hin maßgeschneidert sind, weisen meist ein höheres Risiko als andere Immobilien auf, versprechen aber höhere Renditen. Neben Hotels sind klassische Beispiele für Sonderimmobilien Kinos, Flughäfen, Freizeitparks oder Bahnhöfe.

 

Der wesentliche Unterschied von Hotelimmobilien ist jedoch, dass es sich bei einer Hotelimmobilie um eine Betreiberimmobilie handelt. Dies ist insbesondere für die Wertbestimmung der Immobilie von Bedeutung, da der wirtschaftliche Wert im Wesentlichen vom Erfolg des Betreibers abhängt. Diese Tatsache macht es unverzichtbar, näher auf die Betreiberstrukturen der Hotellerie einzugehen, bevor man sich der Wertbestimmung und der zu erreichenden Renditen zuwenden kann. Im nächsten Teil der Serie Hotelimmobilien als Kapitalanlagen wird sich dem Thema von Betreiber- und Eigentumsformen widmen und aufzeigen, warum Hotelimmobilien so lukrativ für Investoren sind.

 

2 Responses to Hotelimmobilien als Kapitalanlage

  1. Alternative Geldanlagen: 4 Anlageformen vorgestellt says:

    […] sein. Auch Sonderimmobilien bringen die Aussicht auf lukrative Renditen mit sich. Wenn Sie Hotelimmobilien als Kapitalanlage nutzen möchten oder Interesse daran hegen, sich an einem Einkaufszentrum, einem Kino oder einem Flughafen […]

  2. Ich baue mir ein Haus | paulswelt says:

    […] mal ehrlich das Geld kann man viel besser anlegen. Das habe ich in einer Email gelesen, die mir diese Infos zur Finanzierung eines Hotels gab. Da kann man sein Geld anlegen und bekommt saftige Zinsen. Noch ein paar Jahre und ich kann […]

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