HSH Nordbank Arena (jetzt Imtech Arena): Hamburgs Fußballtempel

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Den Bau eines neuen Stadions trieb der Hamburger SV während der Präsidentschaft von Kicker-Legende und Idol Uwe Seeler voran. Im Jahr 1998 erfolgte die Grundsteinlegung, nur zwei Jahre währte die Bauzeit. Das alte, ungemütliche und bei den Besuchern als extrem unbeliebt geltende Volksparkstadion im Altonaer Volkspark, welches 1953 aus Trümmerschutt errichtet worden war, hatte ausgedient. Das im Sommer 2000 fertig gestellte neue Stadion hieß ab 2001 „AOL Arena“, ehe der HSV sechs Jahre später eine Kooperation mit dem neuen Namensgeber HSH Nordbank einging. Damit wechselte zum ersten Mal in der Geschichte der Fußball-Bundesliga der Sponsorenname eines Stadions. (Und seit dem 01. Juli 2010 hat die Arena einen neuen Namen: Imtech Arena)

Große Bühne: „Live Earth“ und UEFA-Pokal-Finale

Die Arena in Hamburg zählt zu den modernsten Stadien der Welt. Das Stadion war ein Schauplatz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, des deutschen „Live Earth“-Konzerts im Juli 2007 und es wird 2010 Austragungsort des UEFA-Pokal-Finales sein. Das Fassungsvermögen beträgt 57.000 Plätze (alle überdacht), davon 10.000 Stehplätze und 2.100 Business-Seats. Bei internationalen Spielen sind 51.500 Zuschauer zugelassen. Der Rasen ist beheizt. Die multifunktionale Immobilie beherbergt Gastronomie-Betriebe, die HSV-Geschäftsstelle mit Sitzungsräumen sowie Fitness-Studios. Der HSV bietet – außer an Spieltagen – täglich Führungen durch die Arena an. Die etwa 90-minütige Tour durch die Immobilie in Hamburg führt u. a. in den Regiebereich des Stadions, durch die VIP-Bereiche, in den Innenraum und sogar in die Spielerkabinen.


Im HSV-Restaurant „Die Raute“ in der Nordostecke des Stadions bietet eine große Glasfront beste Aussicht auf das Spielfeld. Internationale und regionale Gerichte stehen hier auf der Speisekarte. Die Auswärtsspiele des HSV werden live auf Monitoren gezeigt. Wer sich umfassend über die große Geschichte des Hamburger SV informieren will, dem sei ein Besuch im HSV-Museum, welches sich ebenfalls im Innern der Immobilie in Hamburg befindet, empfohlen. Das Museum kann täglich von 10 bis 20 Uhr und an Heimspieltagen unter Vorlage einer gültigen Eintrittskarte besucht werden.

Beste Sicht aus jeder Kurve

Im Stadion selbst genießen die Besucher von allen Plätzen aus eine gute Sicht auf das Spielfeld, das – im krassen Gegensatz zum alten Volksparkstadion – nur wenige Meter von den Zuschauerrängen entfernt ist. Die beste Sicht bieten die unteren und mittleren Ränge der Ost- bzw. Westtribüne. Die größte Stimmung herrscht stets auf der Nordtribüne, wo die treuesten der HSV-Fans ihren Stammplatz haben. Dort findet sich auch die einmalige „Bundesliga-Uhr“, die die Zugehörigkeit des Hamburger SV zur höchsten deutschen Spielklasse anzeigt. Als einziger Klub sind die Hamburger seit dem Startschuss der Bundesliga am 24. August 1963 mit von der Partie.

Neben dem Fußball ist die Hamburger Arena auch Bühne für etliche andere Groß-Veranstaltungen. Vor allem Konzerte stehen fast immer auf dem Eventplan. In der HSH Nordbank Arena gastierten u. a. Ex-Beatle Paul McCartney, R. E. M., die Rolling Stones und Bruce Springsteen.

Mit dem Bus zum Spiel oder zum Konzert-Event

Anreise: Als Autofahrer sollten Sie sehr rechtzeitig vor den HSV-Heimspielen losfahren, denn häufig kommt es zu Staus auf der Autobahn A7 (Ausfahrten Volkspark, Bahrenfeld oder Stellingen) bzw. rund um das Stadion, das außerhalb der Innenstadt am Rande des Bahrenfelder Volksparks liegt. Es ist daher empfehlenswert, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arena zu fahren. Toll: Die Eintrittskarte für HSV-Spiele gilt am Spieltag auch im Verkehrsverbund des HVV. Vom Hauptbahnhof Hamburg geht es mit den S-Bahn-Linien S 3 oder S 21 bis zur Haltestelle Stellingen (Arena) oder bis Eidelstedt. Zwischen der S-Bahn-Station Stellingen und dem Stadion gibt es vor und nach den Spielen einen kostenlosen Bus-Shuttle-Verkehr.

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