Immer den vollen Ausblick haben: Wohnen im Hochhaus

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In Deutschland wird ein Hochhaus dann offiziell als solches bezeichnet, wenn es die Geländeoberfläche um mehr als 22 Meter übersteigt. Auf Grund ihrer Höhe haben die meisten Hochhäuser integrierte Fahrstühle, die das Erreichen der einzelnen Stockwerke erleichtern. Das Hochhaus hat keinen einheitlichen, standardisierten Grundriss, sondern kann in den unterschiedlichsten Gebäudeformen konstruiert werden. Grob wird zwischen sogenannten Punkthochhäusern und Scheibenhochhäusern unterschieden. Das Punkthochhaus ist durch eine quadratische Grundfläche gekennzeichnet, das Scheibenhochhaus hat hingegen einen rechteckigen Grundriss.

 

Anders als man vermuten könnte, hat das Hochhaus eine lange Baugeschichte, deren Ursprung bereits im Mittelalter angesetzt werden kann. In Deutschland wurde das erste Hochhaus im frühen 14. Jahrhundert erbaut: das Muthaus in Hardegsen, das eine Höhe von über 30 Metern aufweist.

Dennoch ist das Hochhaus der Bautypus der Moderne. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es insbesondere in den USA einen regelrechten Boom von Hochhäusern, der auch mit der expandierenden Bevölkerungszahl in Zusammenhang stand. Steigende Grundstückspreise und parallel dazu ein steigender Bedarf an Wohnraum führten dazu, das sich das Hochhaus als Bautypus nach und nach etablierte. Ende der 1920er Jahre gab es in den USA schon knapp 400 Hochhäuser, wovon das berühmteste und stilbildendste das 1913 errichtete Woolworth Building war.

Auch in Deutschland wurden ab den 1920er Jahren zahlreiche Hochhäuser errichtet. Zu den berühmtesten deutschen Hochhäusern gehören zum Beispiel das Hansahochhaus in Köln, das zeitweise das höchste Haus Europas war, und das Ernst-Abbe-Hochhaus in Jena. Hochhäuser sind als Bautypus sehr ökonomisch, weil sie auf kleiner Grundstücksfläche mehr Wohnraum und andere nutzbare Flächen bieten als herkömmliche Häuser.

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