Klarheit im Mietvertrag sorgt für ruhiges Wohnen

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Beim Mietvertrag ist es genau wie bei allen anderen Verträgen auch. Alles was im Vorfeld genau geregelt wird, kann später nicht zu Streitigkeiten führen. Sicher denkt man, überwältigt durch die Vorfreude auf die neue Wohnung oder aufs neue Haus, nicht sofort an jedes Detail. Natürlich kann auch niemand in die Zukunft blicken beziehungsweise erahnen, welche eventuellen Veränderungen auf einen zukommen. Heute sagt man – ich schaffe mir nie ein Haustier an, da ich beruflich keine Zeit habe. In einigen Jahren möchte man sich dann doch einen Hund oder eine Katze anschaffen, weil sich die Lebenssituation verändert hat. Dieses Vorhaben kann der Vermieter jedoch zunichte machen, wenn er die Erlaubnis verweigert. Zu weiteren Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter kommt es immer wieder, wenn es um die Nebenkosten beziehungsweise Nebenkostenabrechnungen geht.

Oftmals wird versäumt im Mietvertrag genau zu regeln was die Nebenkosten beinhalten und was nicht. Im Zweifelsfall kann im Mietvertrag auf den  § 2 der Betriebskostenverordnung verwiesen werden, um eine klare Grundlage zu schaffen. Sollte das Mietobjekt jedoch irgendwelche Besonderheiten aufweisen, sollten diese separat vereinbart und in den Mietvertrag integriert werden.


Ein weiterer Punkt, der immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Mietparteien führt, sind die sogenannten Schönheitsreparaturen. Hier stellt sich die Frage: was ist eine Schönheitsreparatur und was ist eine Instandhaltung beziehungsweise wo beginnt eine Sanierung? Generell kann man sagen, dass Farbgebungen im Inneren des Wohnraums den Mieter betreffen, wie zum Beispiel: Fenster, Heizungen, Wände und Türen von innen streichen. Entsprechende Tätigkeiten von außen, wie zum Beispiel das Streichen von Mauern, Fassaden, Fenster und Türen von außen, sind laut dem Gesetzgeber eindeutig keine Schönheitsreparaturen und können vom Vermieter nicht eingefordert werden.

Vorsicht ist geboten, wenn im Mietvertrag regelmäßige Schönheitsreparaturen vereinbart sind und eine zusätzliche Endrenovierung verlangt wird. Eine solche vertragliche Vereinbarung ist grundsätzlich unwirksam. Weitere Uneinigkeiten in Sachen Mietvertrag können ebenso im Bereich Mietkaution entstehen bezüglich Anlageform, Verzinsung und Einbehalt nach Auszug. Mit Sicherheit kann beim Mietvertragsabschluss nicht jede kleinste Eventualität  berücksichtigt werden. Da man sich jedoch im Nachhinein ganz bestimmt nicht um die Dinge streitet, die im Vertrag klar und eindeutig geregelt sind, sondern um die, die nicht oder nicht klar festgehalten wurden, so sollten vorgenannte Punkte im Mietvertrag eindeutig geregelt werden.

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