Lanxess Arena: Köln und sein „Haifischbecken“

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Mit bis zu 20.000 Plätzen und 83.700 Quadratmetern Nutzfläche, diversen gastronomischen Einrichtungen, moderner Bühnen-, Ton- und Lichttechnik eignet sich das Gebäude der Lanxess Arena in Köln für viele Arten von Veranstaltungen wie beispielsweise Sport, Konzerte, Musicals, Kongresse oder Tagungen.

 

Immobilie mit eigenem Maskottchen

Im Gegensatz zu vergleichbaren Immobilien in Köln besitzt die Halle, in der u. a. der Eishockeyclub Kölner Haie seine Heimspiele austrägt, eine abdeckbare Eisfläche sowie in der Größe variable Sitz- und Stehplatztribünen. Erbaut wurde die Lanxess Arena, die bis 2008 „Kölnarena“ hieß, in den Jahren 1996 bis 1998 nach dem Entwurf des Architekturbüros Böhm. Offiziell wurde die Immobilie in Köln am 17. Oktober 1998 mit einem Konzert des Startenors Luciano Pavarotti eröffnet. Zuvor fanden bereits die ersten Spiele der Kölner Haie in der Arena statt. Die Lanxess Arena hat mit „Areni“ sogar ein eigenes Maskottchen, das auf allen größeren Veranstaltungen auftritt. Ein Luxus, den andere Immobilien in Köln nicht vorweisen können.

 

Schauplatz des „Wintermärchens“

Neben den Kölner Haien (Deutsche Eishockey-Liga/DEL) trägt auch der Handball-Bundesligist VfL Gummersbach seine Heimspiele in der Lanxess Arena aus. Bei der Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2007, die als „Wintermärchen“ in die jüngere deutsche Sportgeschichte einging, fanden acht Spiele in der Arena statt. Absolutes Highlight: Das Finale zwischen Deutschland und Polen, welches die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand für sich entscheiden konnte. Nach der Eishockey-Weltmeisterschaft 2001 findet im Jahr 2010 zum zweiten Mal ein WM-Turnier auf dem Eis in der Arena statt.

 

Konzerte: „Boss“ Bruce Springsteen rockt in Köln

Zahlreiche namhafte Künstler gaben bislang in der Lanxess Arena Konzerte. Das allererste Konzert in dieser Immobilie in Köln gab am 1. Oktober 1998 der Schweizer Popstar und Tänzer „DJ Bobo“. Es folgten am 5. und 6. Oktober 1998 zwei Auftritte der britischen Kultband Depeche Mode. „Der Boss“, Rockstar Bruce Springsteen, nutzte das Gebäude gleich drei Mal für ein Konzert und sorgte dabei jeweils für ein ausverkauftes Haus. Heimspiel haben – wie in vielen anderen Immobilien in Köln – zudem die großen, alteingesessenen und beim Publikum immens beliebten Kölschen Bands, wie beispielsweise BAP, Brings, die Bläck Fööss und die Höhner.

Neben Konzerten und Sportveranstaltungen finden in dem Gebäude in Köln auch Hauptversammlungen von deutschen Aktiengesellschaften statt. Dazu zählen die in der Nähe von Köln beheimateten Unternehmen Lufthansa, Deutsche Post AG und Deutsche Telekom AG.

 

Vor dem Start: Mieter verzweifelt gesucht!

Die Geschichte der Immobilie in Köln beginnt im Jahr 1989. Nachdem es von öffentlicher Seite keine Gelder für den Bau des Gebäudes gab, begaben sich die Planer auf die Suche nach Investoren und wurden schließlich fündig. Den Zuschlag erhielt letztlich ein Entwurf der Philipp Holzmann AG, die Finanzierung wurde durch einen Immobilienfonds („Köln-Deutz Arena“) auf ein solides Fundament gestellt. Als Bauplatz für die Immobilie in Köln wurden der Fest- und Messeparkplatz im Stadtteil Deutz ausgewählt. Zweifel über die Wirtschaftlichkeit des Projekts zögerten den Baubeginn für das Gebäude jedoch bis zum Jahr 1996 hinaus. Es musste somit eine Randbebauung, die vergleichbar mit anderen Immobilien in Köln war, her. Da Mieter für die Immobilie im Vorfeld nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung standen, entschied der Kölner Stadtrat über den Einzug der Stadtverwaltung in das Gebäude.

 

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