Maximilianeum München: Stil prägende Architektur

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Seit 1876 befindet sich im Stadtteil Haidhausen eine der bedeutendsten Immobilien in München: Das Maximilianeum. Es beherbergt u. a. eine Stiftung für begabte Studenten aus der Pfalz und Bayern. Außerdem ist das Gebäude seit 1949 Sitz des Bayerischen Landtags. Die Immobilie in München liegt als pathetische Kulissenarchitektur mit großartiger Fernwirkung auf dem östlichen Isar-Hochufer in Sichtachse der Maximilianstraße über die Maximiliansbrücke.

Bereits im Oktober 1857 ließ der bayerische König König Maximilian II. den Grundstein für das vom Architekten Bürklein entworfene Gebäude legen. 1874 war der Bau nach mehrmaligen Nachbesserungen dann endgültig fertig gestellt. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1918) war im Maximilianeum neben der Studienstiftung und einer historischen Galerie auch die königliche Pagenschule beheimatet. In den Galerieräumen der Immobilie in München wurde später, bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, die „Münchner Kunstausstellung“ organisiert, zwei Drittel des Gebäudes wurden kurz vor Kriegsende bei einem alliierten Bombenangriff zerstört.

 

Heimat des Bayerischen Landtags

Nach Kriegsende wurden zahlreiche historische Immobilien in München wieder aufgebaut. Karl Kergl übernahm dabei den Wiederaufbau des Maximilianeums, ehe der Bayerische Landtag 1949 das Gebäude als seinen künftigen Sitz auswählte. Um das Bayerische Landesparlament künftig zu beherbergen, waren einige Veränderungen an dem Gebäude notwendig. Die Folge: Die Immobilie wurde rasch für eine vielfältige Nutzung zu klein und so wurden in den Jahren 1958/59 und 1964/65 im Ostteil Flügelbauten mit Büroräumen und Sitzungssälen angefügt. Seit 1978 ist – wie bei anderen Immobilien in München – eine grundlegende Sanierung des Maximilianeums zu beobachten. Im Jahr 1993 entstand eine Tiefgarage, ehe bis 1994 zwei weitere Erweiterungsflügel fertig gestellt wurden.


Zu dem Plan Maximilians II., „auf der Isarhöhe bei München einen großen Nationalbau“ zur „Hebung des monarchischen nationalen Volksgeistes“ errichten zu lassen, kam die Idee eines Athenäums als einer Anstalt mit dem Ziel, „talentvollen bayerischen Jünglingen jeglichen Standes die Erreichung jener Stufe wissenschaftlicher und geistiger Ausbildung zu erleichtern, welche zur Lösung der höheren Aufgaben des Staatsdienstes erforderlich ist“. Soweit, so gut. 1852 wurde das Athenäum, das erst 1857 nach dem Stifter Maximilianeum benannt wurde, provisorisch in einem Mietshaus untergebracht. Als erste Stipendiaten, die zukünftig in der Immobilie in München zuhause waren, wurden sechs Abiturienten aus Bayern und der Pfalz ausgewählt, die nun ohne materielle Sorgen an der Ludwig-Maximilians-Universität Rechts- und Staatswissenschaft studieren konnten.

 

Inflation sorgt für Probleme

Max II. selbst erlebte die Vollendung des Anstaltsgebäudes nicht mehr, und auch die endgültige juristische Form erhielt die Stiftung erst unter seinem Sohn und Thronfolger Ludwig II. Nach der Urkunde von 1876 gehören der Stiftung bis heute der Maximilianeums-Bau sowie eine Galerie mit Historienbildern und Marmorbüsten. Mit dem Ende der Bayerischen Monarchie 1918 ging das Protektorat über das Maximilianeum auf die Ludwig-Maximilians-Universität über. Die folgende Inflation zehrte das Stiftungsvermögen auf, einzige kleine Einnahmequelle blieben die Eintrittsgelder der Galerie. Erst mit dem Einzug des Bayerischen Parlaments am 11. Januar 1949 war auf finanzieller Seite Besserung in Sicht. Die Bayerische Regierung bezahlte für den Einzug in die Immobilie in München damals einen jährlichen Mietzins von 70.000 Mark. Darüber hinaus übernahm das Bayerische Landesparlament die Unterhaltspflicht für das Gebäude.

 

Prominente Absolventen

Seit 1980 ermöglicht die „Wittelsbacher Jubiläumsstiftung“ auch begabten bayerischen Mädchen ein Stipendium. Bekannte „Maximilianeer“ waren unter anderen die beiden bayerischen Ministerpräsidenten Eugen Ritter von Knilling und Franz Josef Strauß, der Physiker Werner Heisenberg, die Schriftsteller Carl Amery und Ulrike Draesner sowie der Liedermacher Michael Kunze.

 

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