Miete erhöhen mit welchen Bedingungen

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Im April dieses Jahres tritt die beschlossene Mietrechtsreform in Kraft, welche die Änderung hinsichtlich der Mieterhöhung mit sich bringt, der sogenannten Kappungsgrenze. Sobald die neue Reform in Kraft getreten ist, können Mieten innerhalb von drei Jahren nur noch um 15%, anstatt 20% erhöht werden. Möchte ein Vermieter vorher jedoch noch schnell die Miete erhöhen, sollte er ein paar Kriterien beachten.

 

Möglichkeiten um eine Mieterhöhung zu erzielen

Eine Mieterhöhung kann erzielt werden, indem die Miete mit dem Mieter einvernehmlich erhöht wird. Dazu sind jedoch die wenigsten Mieter bereit. Des Weiteren kann von vornherein eine Staffelmiete im Vertrag vereinbart werden. Ebenso rechtfertigt eine Modernisierung der Wohnung durch den Vermieter eine Mieterhöhung. Aber auch eine Anpassung der Miethöhe zur ortsüblichen Vergleichsmieten ist rechtlich erlaubt. Hierfür müssen jedoch eine Menge von Kriterien beachtet werden. Zum einen darf keine Mieterhöhung innerhalb der letzten 15 Monate stattgefunden haben, zum anderen muss die Erhöhung in Textform erfolgen sowie eine ordnungsgemäße Begründung enthalten. Des Weiteren darf die aktuelle Miete nicht der ortsüblichen Vergleichsmiete entsprechen.

 

Was sollten Vermieter bei einem Mieterhöhungsverlangen beachten

Zunächst muss die Mieterhöhung in Schriftform erfolgen, sowie eine Begründung enthalten. Die Begründung muss auf einen der folgenden Punkte Bezug nehmen: Mietspiegel, Auskunft aus einer Mietdatenbank, Sachverständigengutachten oder zu zahlende Miete vergleichbarer Wohnungen.

Stimmt der Mieter schriftlich oder stillschweigend einer Mieterhöhung zu, muss er diese zu Beginn des dritten Monats nach Zugang des Mieterhöhungsverlangens zahlen. Der Vermieter sollte jedoch auf eine schriftliche Zustimmung bestehen, um Notfalls die Miete einklagen zu können, sollte der Mieter nicht mehr bereit sein, die Mieterhöhung zu zahlen.

Rechtlich hat der Mieter zwei Monate Zeit der Mieterhöhung zu zustimmen, ansonsten kann der Vermieter diese einklagen. Möchte der Mieter jedoch keine Mieterhöhung akzeptieren, besteht für ihn ein Sonderkündigungsrecht. In diesem Fall muss er die Kündigung innerhalb von zwei Monaten nach der Benachrichtigung der Erhöhung einreichen.

 

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