Mietrecht – Reglement zwischen Vermieter und Mieter

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Wer in Deutschland eine Wohnung vermietet oder mietet, unterliegt dem zurzeit gültigem Mietrecht. Ein Mietvertrag regelt im Vorfeld die Nutzungsmöglichkeit der Wohnung und Rechte sowie Pflichten seitens des Mieters und Vermieters. Eine Schriftform ist gesetzlich nicht unbedingt vorgeschrieben. Nach dem Mietrecht bilden Zeitmietverträge hier die Ausnahme, denn eine Schriftform mit Angabe des Befristungsgrundes ist erforderlich. Unwirksame Formulierungen und Klauseln sind ungültig, und werden durch das bestehende gesetzliche Mietrecht ersetzt. Hierzu greifen oft bestehende Urteile und gesetzliche Änderungen, und meist werden verschiedene Formular-Mietverträge verwendet.

Vertragsverletzungen zwischen den beiden Parteien, die nicht außergerichtlich geklärt werden, gehen dann vor Gericht. Es handelt sich hierbei meist um Streitigkeiten hinsichtlich des Mietrechts, die eine Mietkaution, eine unzutreffende Betriebskostenabrechnung sowie die oft beanstandete Mieterhöhung oder Wohnungsmängel betreffen. Auch die fristlose oder ordentliche Kündigung der Wohnung, Anmeldung von Eigenbedarf, Reparaturen im Allgemeinen oder Schönheitsreparaturen und nicht zuletzt Modernisierungsmaßnahmen sind oft Gegenstand dieser Streitigkeiten und Belange des Mietrechts.


Auch eine Mieterhöhung ist im Mietrrecht geregelt. So unterliegt eine Mieterhöhung stets der Schriftform. Grundsätzlich ist der Vermieter an die ortsübliche Vergleichsmiete gebunden. Wenn Spielraum nach oben vorhanden ist, kann eine begründete Mietanpassung rechtens sein. Das trifft auch bei einer Modernisierung zu.

Nach dem Mietrecht ist die erste Anhebung des Mietzinses erst ab dem zwölften Monat nach Einzug möglich. In den drei aufeinanderfolgenden Jahren darf die Miete laut Mietrecht nur einmal um maximal 20 Prozent angehoben werden. Im Zweifelsfall muss innerhalb von zwei Monaten eine Einigung erzielt werden.

Wurde im Mietvertrag eine Staffel- oder Indexmiete vereinbart, ist eine anderweitige Erhöhung nicht rechtens. Sieht man sich diese Liste an, wird schnell klar, dass das Mietrecht unabdingbar ist. Oftmals ist eine Rechtsberatung von Nutzen. Hier bietet sich unter anderem der Deutsche Mieterbund an oder Anwälte, die sich auf das Mietrecht spezialisiert haben an.

Es ist immer ratsam, eine außergerichtliche Einigung anzustreben, denn ein belastetes Mietverhältnis ist selten angenehm. So werden zusätzliche Prozesskosten vermieden. Auch dazu sind Anwälte behilflich. Bei der Auswahl des passenden Anwalts sollte man sich gut vor Ort informieren und auch im Bekanntenkreis umhören. Zum Beispiel hilft Ihnen in der Region Bielefeld ein Anwalt bei Anliegen gerne auch zu weiteren Rechtsgebieten.

Ein Kommentar zu Mietrecht – Reglement zwischen Vermieter und Mieter

  1. Die Zwangsversteigerung als Chance « Zwangsversteigerung says:

    […] Vertrag zu verhindern. Dies muss jeweils beim zuständigen Amtsgericht geschehen. Von einer Zwangsversteigerung können aber nicht nur Schuldner und Gläubiger betroffen sein, sondern auch eventuelle Mieter des […]

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