Solaranlagen – Umweltschonung und Geldeinsparung

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Die Förderungen der Bundesregierung für Solaranlagen wurden reduziert, jedoch lohnt es sich für einige Haushalte dennoch eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren. Bevor man die Entscheidung trifft, sollte man jedoch einige Dinge berücksichtigen. Umgangssprachlich ist immer die Rede von Solaranlagen. Hier gibt es jedoch zwei verschiedene Möglichkeiten. 

 

Photovoltaikanlagen

Diese Anlage wandelt die Sonnenstrahlen direkt in elektrische Energie um. Diese Umwandlung geschieht durch die Solarzellen in der Anlage. Diese bestehen in der Regel aus Silizium. Die Solarzellen sind in Reihe geschaltet und somit addieren sich die Leistungen der einzelnen Zellen. Die höchste Leistung erzielt man, wenn die Anlage in Richtung Süden angebracht wird und sie einen Anstellwinkel von rund 35 Grad hat.  Dadurch können ca. 10 bis 20 Prozent der auftreffenden Strahlen in Strom umgewandelt werden. Eine Ausrichtung nach Südosten oder Südwesten erzielt ebenfalls einen hohen Wirkungsgrad, jedoch muss darauf geachtet werden, dass kein Schatten auf die Anlage fällt. Die Anlage produziert in den meisten Fällen mehr Strom als für das Haus nötig ist, sodass man den Strom auch in das öffentliche Netz einspeisen kann und dadurch sogar noch Geld verdienen kann. Dafür benötigt man eine Netzanlage. Entscheidet man sich für einen Inselanlage, wird die Möglichkeit der Einspeisung des Stroms in das öffentliche Netz ausgeschlossen und es müssen große Solarbatterien gekauft werden, um den überflüssigen Strom zwischen  zu speichern. Die Kosten für eine Photovoltaikanlage liegen bei einem Preis von 1.900€/kWp bis 2.200€/kWp. Also müssen bei einer Anlage mit 5kWp rund 10.000€ investiert werden. Um auszurechnen, ob sich eine Photovoltaikanlage für das Haus lohnt, sollte man am besten einen Fachmann fragen. Möchte man jedoch erst mal nur eine grobe Schätzung, kann man auch die vielen Rechner im Internet aufrufen.

 

Solarthermie-Anlagen

Diese Art von Anlage erwärmt das Brauchwasser eines Hauses oder unterstützt die Heizung. Es gibt jedoch auch Anlagen die beides kombinieren. Die Anlage ist in den meisten Fällen auf dem Dach montiert. Der Absorber ist in einem wärmegedämmten Kasten, wodurch so wenig Energie wie möglich verloren geht. Dieser Absorber wandelt die Sonnenstrahlen in Wärme um und es fließt die sogenannte Wärmeträgerflüssigkeit in den Wärmespeicher, in dem diese zwischengespeichert wird. Auch hier ist einen Ausrichtung nach Süden die effizienteste, wobei der Anstellwinkel hier etwas größer sein sollte ca. 30 – 45 Grad. Die Kosten für diese Anlage unterscheiden sich je nach gewollter Leistung. Bei einer vierköpfigen Familie würde diese Anlage rund 5.000 bis 6.000€ kosten. Beachten sollte man außerdem, dass die Installation von Solaranlagen staatlich gefördert wird und die Kosten am Ende oftmals gar nicht so hoch sind.

 

Ein Kommentar zu Solaranlagen – Umweltschonung und Geldeinsparung

  1. Karsten Aßmann-Funk | A-F-Immobilien | Lüneburg says:

    Nur eines bitte nicht vergessen: wer sich als Ehepaar eine Solaranlage auf die Immobilie setzt, ist ratz-fatz eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), denn die Gewinne aus der Netzeinspeisung müssen versteuert werden.

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