Wann ist Mietminderung möglich?

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Es gibt verschiedene Gründe, die es dem Mieter ermöglichen, seine Miete zu mindern, wenn der Wohnraum nicht mehr dem Wohnzustand entspricht als man ihn angemietet hat.
Bedeutet: wenn eine Mietsache Fehler oder Mängel aufweist, muss  die Mietminderung in diesem Fall weder beantragt noch genehmigt werden. Wichtig ist, dass die Mängel nicht unerheblich sein dürfen, nicht schuldhaft vom Mieter verursacht wurden und der Mieter bei Vertragsabschluss keine Kenntnis über den Mangel hatte.

Ausgeschlossen ist eine Mietminderung, wenn der Mangel bekannt war oder der Mangel nach Bekanntwerden nicht direkt dem Vermieter angezeigt wurde und dieser aus diesem Grund keine Abhilfe schaffen konnte. Das Recht zur Mietminderung steht einem Mieter auch zu, wenn zugesicherte Eigenschaften tatsächlich nicht bestehen oder später wegfallen. Wenn zum Beispiel bei Vertragsabschluss bestimmte Maßnahmen zugesichert wurden, welche den Wohnwert steigern, und diese dann nicht vorgenommen wurden.


Wenn die Miete nun gekürzt werden soll, ist die Minderungshöhe festzulegen. Der Mieter muss sich nach erfolgter Mängelanzeige nur noch auf sein Recht zu Mietminderung berufen, da die Miete für den Zeitraum, in dem der Mangel besteht, automatisch gemindert wird. Für die Fehlerbeseitigung nach Mängelanzeige muss dem Vermieter eine angemessene Zeit eingeräumt werden. Diese Zeit bemisst sich wiederum nach dem konkreten Mangel. So muss die Reparatur einer Heizung in der Winterzeit sehr zeitnah erfolgen, wohingehend die Reparatur eines Türrahmens etwas länger Zeit hat.

Eine Fülle von Gerichtsurteilen gibt Auskunft über den Prozentanteil der Mietminderung, je nach Art des Mangels. Fakt ist, dass der Vermieter dem Mieter bei berechtigter Mietminderung nicht kündigen darf, was im Übrigen auch bei einer fälschlicher Weise zu hoch angesetzten Mietminderung der Fall ist. Grundlage für die prozentuale Berechnung der Mietminderung ist die Bruttomiete inklusive aller Nebenkosten. Sollte es zum Streit zwischen Mieter und Vermieter kommen, muss der Mieter den Mangel und die rechtzeitige Mängelanzeige beweisen.

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