Wild zelten – Wo darf man in der Natur übernachten?

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Beim wilden Zelten erleben Sie Urlaub im Einklang mit der Natur. Hier erfahren Sie, wo Sie sich abseits von Campingplätzen niederlassen dürfen und bekommen wertvolle Tipps zum Zeltaufbau.

 

Zelten mit Kindern im Garten

Um Kinder an das Thema Camping und Zelten heranzuführen, beginnen Sie am besten mit dem Zelt im eigenen Garten. Allein der Aufbau ist ein Abenteuer, und mit Stolz wird das fertige Zelt begutachtet und ausprobiert. Die Nähe zum Haus gibt Sicherheit, falls sich schlechtes Wetter entwickelt oder der Gruselfaktor doch überhandnimmt. Eltern können jederzeit nach ihrem Nachwuchs sehen und mit Essen, Getränken sowie Kissen, Decken und Kuscheltieren versorgen.

 

Zelten in der Natur

In Deutschland ist wildes Zelten nicht erlaubt. Es gibt jedoch Ausnahmen:

  • Wenn Sie auf Reisen eine Fläche in Privatbesitz für geeignet halten, sprechen Sie mit den Grundstückseigentümern, ob Sie auf deren Gelände Ihr Zelt aufbauen dürfen.
  • Die jeweils zuständige Försterei oder Gemeinde ist Ansprechpartner für Camping im Wald. Kümmern Sie sich vor der Anreise um eine schriftliche Genehmigung.
  • Einige Regionen in Deutschland lassen wildes Zelten zu. So können Sie zum Beispiel im Pfälzer Wald an der Südlichen Weinstraße an zehn Orten Ihr Zelt aufschlagen. Melden Sie Ihren Platz hier an.
  • Im Nationalpark Sächsische Schweiz dürfen Sie im Elbsandsteingebirge frei übernachten, das heißt ohne Zelt und nur mit Schlafsack. Für das sogenannte Boofen stehen Ihnen 57 ausgewiesene Orte zur Wahl. Hier finden Sie eine Liste aller Freiübernachtungsstellen.
  • Frei übernachten dürfen Sie für eine Nacht in den Wäldern Schleswig-Holsteins, sofern Sie zu Fuß, per Kanu oder mit dem Rad unterwegs sind. Nationalparks und Naturschutzgebiete sind von dieser Erlaubnis ausgenommen. Auf der Hallig Hooge gibt es sogar sechzig Plätze.
  • Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg erlauben Freiübernachtungen. Erkundigen Sie sich bei der Gemeinde Ihres Reiseziels nach diesen Plätzen.

Selbstverständlich ist, dass Sie weder Feuer machen noch Abfälle hinterlassen. Das gilt für Freiübernachtungen ebenso wie für wildes Camping und Zelten auf Privatgrundstücken.

 

Der ideale Untergrund für den Zeltaufbau

Wiesen und Waldboden sind der ideale Untergrund, sofern sie nicht zu dicht an Mooren, Sümpfen und Flussläufen liegen. Zu hohe Bodenfeuchtigkeit spürt man meist erst, wenn man im Zelt liegt. Deshalb wird beim Zelten ein Abstand von ungefähr fünfzig Metern zu Feuchtgebieten empfohlen.

Weitere Tipps:

  • Halten Sie Abstand von Bäumen und Felswänden. Äste, Harz und Vogelkot können auf das Zelt fallen und es eventuell beschädigen. Bei Felswänden sollten Sie immer mit Steinschlag rechnen.
  • Säubern Sie den vorgesehenen Übernachtungsplatz von spitzen Steinen, Ästen und anderen harten Gegenständen. Testen Sie durch Hinlegen, ob Sie mit der Schräge des Bodens zurechtkommen.

Wir wünschen viel Spaß und tolle Abenteuer beim wilden Zelten!

 

2 Responses to Wild zelten – Wo darf man in der Natur übernachten?

  1. DiestelBach says:

    Ich habe mal bei fremden Leuten im Garten gezeltet, habe die Adresse vorher über ein Portal gefunden. Die Bewohner waren sehr nett und wollten kein Geld haben. Ich weiß leider nicht mehr wie die Website hieß.

  2. gurtrwf says:

    Ich war letzte Woche mit den Kleinen ( Kinder meiens Onkels) einfach im Wald zelten mit kompletter Ausrüstung und Gaskocher etc. Wenn das Wetter mitspielt, ist es echt super.

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